Der Fachkräftemangel bleibt eine der drängendsten Herausforderungen für den deutschen Mittelstand. Um Lösungsansätze aus der unternehmerischen Praxis direkt in den politischen Dialog einzubringen, war unsere Partnerin Andrea Buth kürzlich Teil einer Delegation des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU), die zu einem Hintergrundgespräch mit Dr. Günter Krings, Mitglied des Bundestages, zusammenkam.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie das enorme, oft ungenutzte Potenzial an exzellent ausgebildeten weiblichen Fachkräften in Deutschland besser aktiviert werden kann. Andrea Buth betonte dabei, dass neben dem Klagelied über fehlende Arbeitskräfte vor allem die strukturellen Hürden in den Blick genommen werden müssen, die Frauen den Weg in den Vollzeit-Arbeitsmarkt erschweren.
Konkret wurden veraltete steuerliche Anreize wie das Ehegattensplitting sowie die in vielen Regionen weiterhin unzureichende Betreuungssituation für Kinder als zentrale Hemmnisse diskutiert. Die Delegation argumentierte, dass der Abbau dieser Hürden der entscheidende Hebel sei, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Eine steuerliche Begünstigung von Überstunden, wie sie aktuell diskutiert wird, würde hingegen tradierte Rollenbilder verfestigen und der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen entgegenwirken.
Dr. Günter Krings zeigte sich offen für die praxisnahen Einblicke der Unternehmerinnen. Er sagte zu, die Delegation mit weiteren politischen Entscheidungsträgern zu vernetzen, um den Anliegen der über 1,2 Millionen selbstständigen Frauen in Deutschland mehr Gewicht zu verleihen.
Buth & Hermanns sieht das Engagement seiner Partnerinnen und Partner in wichtigen Wirtschafts- und Politiknetzwerken als selbstverständlichen Teil der unternehmerischen Verantwortung. Der konstruktive Dialog zwischen Wirtschaft und Politik ist essenziell, um die Rahmenbedingungen für den Mittelstand zukunftsfest zu gestalten.