Theorie lernt man im Hörsaal, aber das echte Handwerk wird von Generation zu Generation weitergegeben. Das diesjährige 38. Münsterische Tagesgespräch des Münsteraner Gesprächskreises für Rechnungslegung und Prüfung (MGK) e. V. war für uns bei Buth & Hermanns ein echtes Heimspiel und eine Rückkehr zu unseren beruflichen Wurzeln.
Münster gilt als die Wiege unserer kanzleiinternen DNA. Ob Andrea K. Buth, Constantin Frenking, Jens Krummen oder Michael Hermanns – wir alle haben hier studiert und weisen als stolze „Zöglinge“ von Prof. Dr. Hans-Jürgen Kirsch und Prof. emeritus Dr. Dr. h.c. Jörg Baetge eine tiefe Verbundenheit zu dieser akademischen Denkschule auf.
Das Treffen bot die perfekte Gelegenheit für ein gemeinsames Bild, welches diese enge Verknüpfung aus fundierter wissenschaftlicher Tradition und pragmatischer Praxis veranschaulicht. Für unsere Kanzlei ist der MGK seit jeher eine wertvolle Plattform, um bewährte betriebswirtschaftliche Grundsätze zu pflegen und sie gleichzeitig dynamisch an die Anforderungen der Zukunft anzupassen.
Going Concern in der Krise: Fluch oder Segen?
Unter dem hochaktuellen Oberthema „Zwischen Kontinuität und Wandel – Wirtschaftsprüfung, Rechnungslegung und Unternehmensbewertung im Spannungsfeld aktueller Entwicklungen“ bot die Fachtagung reichlich Diskussionsstoff für die Praxis.
Unser Partner Michael Hermanns bereicherte das Programm am Nachmittag mit einem eigenen Fachvortrag zu einem Kernbereich unserer täglichen Arbeit: „Going Concern bei Unternehmenskrisen – Ist es ein ‚Fluch‘ oder kann es auch ein ‚Segen‘ sein?“
In der täglichen Sanierungspraxis im Mittelstand zeigt sich immer wieder, dass die Fortführungsprognose weit mehr sein muss als ein theoretisches Pflichtprogramm für den Jahresabschluss. Wenn das Verfahren mit radikaler Ehrlichkeit untermauert und strategisch richtig angepackt wird, mutiert die Prognose von der regulatorischen Hürde zu einem echten Hebel und Segen für den erfolgreichen Turnaround des gesamten Unternehmens.
Ein starkes Netzwerk für den Berufsstand
Der intensive Austausch auf Augenhöhe zwischen Wissenschaft und Praxis ist in Zeiten des wirtschaftlichen Wandels unverzichtbar. Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Anne Christin Borchert für die hervorragende Organisation der Tagung sowie bei den Referenten und Diskussionsteilnehmern Prof. Dr. Eva Stibi, Dr. Torsten Moser, Bernhard Stibi, Klaus-Peter Naumann und Andreas Dörschell für die tiefgründigen fachlichen Impulse.
Aus der Münsteraner Schule nimmt man eben nicht nur exzellentes Fachwissen mit, sondern eine klare, anpackende Haltung für das gesamte Berufsleben. Wir freuen uns darauf, diese frischen Impulse und Lösungsansätze ab sofort in den Projekten für unsere Mandanten auf die Straße zu bringen.